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Warum ich die Universität mitten im Studium gewechselt habe

Heute geht es mal um ein ernsteres Thema und zwar möchte ich euch erzählen, warum ich die Universität mitten im Studium gewechselt habe.

Letzte Woche hat bei vielen ja wieder das neue Semester begonnen. Auch bei mir, aber an einer neuen Universität. Warum ich die Uni gewechselt habe und wieso es für mich die beste Entscheidung war, möchte ich euch heute erzählen.

Mein bisheriges Studium

Ich habe 5 Semester Literatur- und Sprachwissenschaft in meiner Heimat studiert und war auch eigentlich sehr glücklich mit diesem Studium. In diesem Studiengang muss man ein Haupt- und ein Nebenfach wählen. Das Hauptfach wird in der Regel 6 Semester studiert, das Nebenfach nur 3.

Zu Beginn habe ich also Germanistik als Hauptfach gewählt und Anglistik als Nebenfach. Nach zwei Semestern habe ich allerdings gemerkt, dass Anglistik einfach nichts für mich ist. Mit dem normalen B2 Schul-Englisch bin ich persönlich nämlich nicht sehr weit gekommen. Daher habe ich mich zum 3. Semester dazu entschieden mein Nebenfach zu wechseln und habe dann Philosophie gewählt.

Mir hat Philosophie auch wirklich Spaß gemacht, bis ich dann in einer Klausur durchgefallen bin. Aber ich hatte ja noch zwei Versuche, also habe ich direkt den zweiten Versuch geschrieben und zack – wieder durchgefallen. Also stand ich in diesem Frühjahr im dritten Versuch. Das war wirklich nervenaufreibend. Ich habe wochenlang gelernt, habe mich so gut vorbereitet wie für keine Klausur in meinem bisherigen Studium. Ich habe nichts mehr mit Freunden gemacht, weil ich jede Sekunde zum Lernen genutzt habe. Und zack – ein drittes Mal durchgefallen.

Ich war wirklich am Boden zerstört, das könnt ihr mir glauben. Ich habe wirklich so viel für diese Klausur gelernt und dann trotzdem zu scheitern ist wirklich hart. Aber gut, so war es nun, also habe ich mich aufgerappelt und meine Professorin um eine mündliche Ergänzungsprüfung gebeten. Diese hat dann auch stattgefunden.

Die mündliche Ergänzungsprüfung

Ich möchte nicht zu viel über die Prüfung erzählen, aber wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich auch diese nicht geschafft. Ich muss dazu sagen, es gab im Vorfeld schon einige Komplikationen mit der Professorin und auch die Prüfung an sich lief nicht ganz fair ab. Aber das alles sollen natürlich keine Ausreden sein. Ich habe vielleicht doch zu wenig gelernt, oder einfach das falsche. Oder ich bin einfach zu blöd für dieses Fach gewesen.

Aber es ist wirklich blöd, mit nur einem Punkt zu wenig in der letzten Prüfung des gesamten Nebenfachs durchzufallen, besonders wenn man mit dem gesamten Studium ein Semester später fertig gewesen wäre.

Ich war wirklich monatelang so traurig und auch so verzweifelt, weil ich plötzlich mit einem nicht abgeschlossenen Studium da stand und nicht wusste, was die richtige Lösung ist. Also habe ich mit meiner Fachstudienberaterin gesprochen und auch mit dem Prüfungsausschuss. Zuerst habe ich versucht, Einspruch gegen die Prüfung einzulegen, allerdings hat sich das über Monate hinweg gezogen und dann habe ich gehört, dass dieser Widerspruch wenig Chancen auf Erfolg haben wird.

Die Entscheidung

Also habe ich mich dazu entschieden, den Widerspruch fallen zu lassen und die Uni zu wechseln. Ich habe mich also erkundigt, wo ich Germanistik am besten weiter studieren kann und welche Uni nicht allzu weit weg von meinem Wohnort liegt. Und ich bin fündig geworden. Ich muss zwar jetzt täglich 3 Stunden pro Fahrt pendeln, aber immerhin wurde ich in Germanistik direkt ins 5. Fachsemester eingestuft. Dass heißt ich muss nur ein Semester nachholen und mein Nebenfach dauert auch nur zwei Semester.

Für mich war der Uni-Wechsel im Endeffekt die beste Entscheidung, da ich im besten Falle die mündliche Ergänzungsprüfung hätte wiederholen können, aber ich hätte die gleiche Prüferin gehabt wie auch davor. Außerdem wäre die Vorlesung dann ein Jahr her gewesen und ich habe nicht daran geglaubt, dass ich den Stoff dann besser drauf hätte, als beim letzten Mal – eher im Gegenteil.

Ich habe sehr lange über diese Entscheidung nachgedacht und auch sehr viel mit meiner Familie und meinen Freunden darüber gesprochen. Und letztendlich bin ich sehr glücklich über diese Entscheidung. Das Pendeln ist zwar wirklich nervig und auch anstrengend, aber ich hätte es Schade gefunden, wenn ich mein Studium nicht zu Ende hätte machen können. Und das wo es mir eigentlich immer sehr viel Spaß gemacht hat.

Das waren also die Gründe für den Wechsel der Universität und warum es für mich die beste Entscheidung war.

Ist euch vielleicht schon mal etwas ähnliches passiert? Wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen?

-Alina

22 y/o | Aachen, Germany

2 Kommentare

  • S.Mirli

    Liebe Alina, man kann nie wissen, wofür etwas gut war. Auch wenn das Pendeln bestimmt mühsam ist, man kann die Zeit ja dann auch wieder sinnvoll zum Lernen und dergleichen nutzen und wenn du so nun dein Studium beenden kannst, dann ist es den Aufwand bestimmt wert. Aber ich kann mir vorstellen, dass das keine leichte Entscheidung war. Ich wünsche dir alles Gute an der neuen Uni, habe eine tolle Woche, alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    • Alina-jx

      Danke für deinen lieben Kommentar ! Ja, ich denke das wird eine anstrengende Zeit, aber es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung ! Ich glaube auch daran, dass alles im Leben einen Sinn hat, also mal abwarten wofür das alles gut war 😀 Ganz ganz liebe Grüße an dich und ich wünsche dir auch eine tolle Woche ! <3
      -Alina

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